Katinka 1. Klasse: Verhalten: Katinka* hat sich schnell an die Schule gewöhnt und sie verhält sich äußerst lebhaft und aktiv. Sie gliederte sich problemlos in die Klassengemeinschaft ein. Die
Zusammenarbeit mit anderen Kindern macht ihr Freude. Auch den Lehrern gegenüber zeigt sie sich offen und vertrauensvoll. Mit ihren Schulsachen geht sie in der Regel sorgfältig um.
Arbeiten:
Katinka nimmt zum Teil still, zum Teil sehr lebhaft am Unterricht teil. Sie bemüht sich um eine sorgfältige und ausdauernde Arbeitsweise. Mitunter fällt es ihr noch etwas schwer über längere Zeit
konzentriert zu arbeiten, da sie sich leicht ablenken lässt. Schriftliche Arbeiten erledigt sie meist selbständig und je nach Interessenlage zügig oder schleppend. Sie ist bemüht ihr Heft sauber und
ordentlich zu führen.
Lernen: Katinka gibt sich beim Erzählen und Erklären viel Mühe. Sie erwarb Grundkenntnisse im Lesen und kann fremde Wörter lesen. Sie bemüht sich um eine gleichmäßige
und deutliche Schrift. Es gelingt ihr, kurze Geschichten zu schreiben. Katinka löst einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 20. Bei schwierigeren Rechenaufgaben benötigt sie noch
Hilfen. Im Heimat- und Sachunterricht zeigt sie reges Interesse. Im Musikunterricht singt sie freudig mit.
2. Klasse: Katinka kam mit ihren MitschülerInnen in der Regel gut aus. An Schüler- und Unterrichtsgesprächen
beteiligte sie sich rege. Gerne arbeitete sie mit anderen Kindern zusammmen. Den Lehrern gegenüber zeigte sie sich meist mitteilsam und aufgeschlossen. Im Umgang mit Lern- und Arbeitsmitteln war sie stets
sorgfältig. Aufgaben innerhalb der Klasse übernahm sie gerne.
Arbeiten: Katinka arbeitet im Unterricht meist aufmerksam und interessiert mit. Ihre Ausdauer hing dabei vom Interesse und ihrer
Tagesform ab. Manchmal ließ sie sich auch leicht durch andere Mitschüler ablenken. Schriftliche Arbeiten erledigte sie meist eher langsam, aber sorgfältig und genau.
Lernen: Katinka
erweitert gerne durch eigene Beiträge die Unterrichtsgespräche. Sie verstand Inhalt und Sinn vorgelesener Texte. Fremde Texte kann sie langsam, aber selbständig erlesen. Geübte Diktate schrieb sie meist ohne
Fehler. Bildergeschichten konnte sie folgerichtig erfassen, erzählen und aufschreiben. Katinka löste einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 100 zwar noch langsam, aber mit nur
wenigen Fehlern. Beim Lösen von Textaufgaben mit mehreren Rechenschritten brauchte sie noch Hilfe. Im Heimat- und Sachunterricht beteiligte sie sich mit Beiträgen aus ihrem Erfahrungsbereich.
Im zweiten Schulhalbjahr sind wir umgezogen:
Verhalten: Katinka wechselte erst nach den Winterferien in diese Schule über, dennoch hatte sie keine Schwierigkeiten, sich in die veränderte
Schulsituation einzufügen und Kontakte zu den neuen Klassenkameraden aufzubauen. Gern äußerte sie sich bei Unterrichtsgesprächen.
Arbeiten: Katinka beteiligte sich in den meisten
Unterrichtsbereichen aktiv mit themenbezogenen Ausführungen. Ihre Pflichtaufgaben als auch Arbeiten auf freiwilliger Basis führte sie selbständig aus. Ihre schriftlichen Aufgaben konnte sie selbständig
und ausdauernd erledigen, achtete aber nicht genügend auf eine einwandfreie, saubere und übersichtliche Darstellungsform.
Lernen: Katinka war bestrebt, auf eine angemessene Betonung zu
achten, doch las sie unbekannte Texte noch nicht ganz flüssig und ausgewogen. Eigene Geschichten formulierte sie lebhaft, grammatikalisch und stilistisch aber nicht immer einwandfrei. Es gelang ihr nicht
immer zusammenhängend und gegliedert zu erzählen. Katinka erlernte die vier Grundrechenarten im Hunderterraum, sollte aber ihre Rechenfertigkeit trainieren und ihre Rechen- geschwindigkeit verbessern.
Etwas Unsicherheit zeigte sie im Umgang mit Ergänzungs- und Umstellungsaufgaben sowie bei Sachaufgaben.
3. Klasse:
Katinka beteiligte sich am Unterricht, ihre Aufmerksamkeit blieb aber nicht immer uneingeschränkt auf das
Unterrichtsgeschehen gerichtet. Nicht immer zeigte sie genügend Konzentrations- vermögen und Ausdauer, um im angemessenen Tempo fehlerfreie, von der Form her ordentliche Arbeiten zu erstellen. Sie begriff
nicht immer die behandelte Thematik, konnte aber mit konkret vorgegebenen Strukturen die Inhalte teilweise wiedergeben. In gestalterischen Aufgaben war sie fähig, Eigeninitiativen zu entwickeln. Es fiel ihr
nicht immer ganz leicht, Sachverhalte selbständig zu vergleichen und einzuordnen, um daraus für sich Schlüsse zu ziehen. Mit ihren Schulgefährten kam, sie im Allgemeinen gut aus, obwohl ihr leicht erregbares
Temperament ihr eigentlich zu schaffen machte. In Arbeitsgruppen konnte Katinka sich einbringen.
VERSETZT WIEDERHOLT FREIWILLIG
Nachdem im 2. Schulhalbjahr das Verhältnis Hausaufgaben (2-3
Stunden täglich), Lernen auf Arbeiten, zu den rapide absinkenden Noten nicht mehr stimmte, entschlossen wir uns, Katinka die 3.Klasse freiwillig wiederholen zu lassen.
Bei ihr wurde die Diagnose einer:
ausgeprägten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung des Mischtypus impulsiv-hyperaktiv-unaufmerksam (DSM IV, Nr. 314.01) bei guter Grundbegabung und graphomotorischer Umsetzungsstörung
festgestellt.
Im Aufmerksamkeitsbelastungstest D2 erzielte sie einen sehr unterdurchschnittlichen Wert von PR 6,7.
Im Depressionsinventar für Kinder erzielte sie dann einen Prozentrang von 64,
was als grenzwertig einzuschätzen ist. Sie erhält jetzt Medikinet. * alle Namen geändert zurück zum Seitenanfang
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